Der Vršičpass

 

Bevor man in das Trentatal zur Soča gelangt, muss man über diesen Pass!

Die Passstraße wurde in den Jahren 1914–1916 als Militärstraße für Österreich-Ungarn ins Trenta-Tal von russischen Kriegsgefangenen gebaut. Über 300 von ihnen kamen allein bei einem Lawinenunglück im März 1916 um. Für die Opfer wurde zum Gedenken von den Russen die Ruska Kabelica gebaut, die man an der Straße hinter Kranjska Gora besichtigen kann. 

Die Straße wurde in der zweiten Jahreshälfte 1916 eröffnet und nach Prinz Eugen benannt. Über diese Straße erfolgte ein Großteil des Nachschubs für die große Offensive von Österreich-Ungarn und Deutschland in den Izonenschlachten des 1.Weltkrieges.

Der heutige Verlauf folgt nur noch teilweise der ursprünglichen Trasse; die Südseite ist größtenteils neu angelegt und die Nordseite wird weiter ausgebaut. Jedes Jahr verursachen Naturgewalten Schäden an der Straße. Gerade konnten wir bei unserer Fahrt im April 2018 diese wieder erleben.

Über die 50 Kehren, eine Hälfte hoch und die andere hinunter, überwindet man den Pass. Oben erwartet uns ein Parkplatz und eine fantastische Aussicht - natürlich nur, wenn es die Natur in diesem Moment erlaubt ...

Blick auf das Prisojnikmassiv

Wenn man von Kranjska Gora die Straße 206, die Passstraße, in Richtung Vršičpass fährt, hat man einen wunderbaren Blick auf das Prisojnikmassiv auf der linken Seite.

 

 

 

Blicke auf die Julischen Alpen entlang der Passstraße und vom Vršičpass

© Bernd Richter

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Wir sollten daran denken ...


Es ist doch erstaunlich, was ein einziger Sonnenstrahl mit der Seele des Menschen machen kann.

Fjodor Dostojewski